Das Skateboard hat längst auch in Hollywood und darüber hinaus seine Spuren hinterlassen. Nicht erst seit Tony Hawk finden sich rund um die Artisten des Sports spannende Geschichten, die nicht nur eingefleischte Fans begeistern können. Die folgenden Filme gelten als die besten jener Streifen, die den Skatern und ihren Boards ein filmisches Denkmal gesetzt haben. Dabei finden sich überraschenderweise nicht nur Filme aus den USA, sondern auch einer aus Deutschland.

Dogtown Boys

Der Streifen wurde im Jahr 2005 von Regisseurin Catherine Hardwicke realisiert. Das Sportdrama widmet sich dem Aufstieg und Fall der legendären Z-Boys. Dieses Skateboard-Team, das in den 1970er Jahren großen Einfluss auf die Szene hatte, steht im Mittelpunkt der Geschichte. Jay, Stacy und Tony verbringen ihre Zeit in der Bucht von Venice Beach. Sie genießen das Surfen. Im Zyphyr Surf Shop, der von Skip Engblom geführt wird, treffen sie auf weitere Enthusiasten, die alle aus zerrütteten Familien stammen. Als ein neues Material für Skateboard-Rollen auf den Markt kommt, nutzt Engblom die Chance, um aus den Jugendlichen ein Skateboard-Team zu formen. Dieses setzt sich das Ziel, das Surfen auf die Straße zu übertragen. Der fast vergessene Freizeitsport wird somit weiterentwickelt und zu neuem Leben erweckt. Beim Training greifen sie auf die zahllosen leeren Privat-Pools zurück, die während der großen Dürre in Kalifornien leer stehen. Dort entsteht der neue Stil des Pool Skating. Bei den ersten Wettbewerben überrascht das Zyphyr Skate Team und lockt das Geld der Industrie an. Der Erfolg sorgt für große Spannungen unter den Freunden, es kommt zu Konflikten.

Paranoid Park

Der amerikanische Regisseur Gus van Sant hat schon mehreren Filmgenres seinen Stempel aufgedrückt. 2007 widmete er sich der Skater-Szene. Sein Drama basiert auf dem gleichnamigen Roman von Blake Nelson. Van Sant besetzte seinen Film fast ausschließlich mit Laien-Darstellern, die über ein soziales Netzwerk gecastet wurden. Die Hauptfigur des Streifens ist der 16 Jahre alte Alex. Er lebt bei seiner Mutter und führt ein ruhiges Leben. Der mäßige Skater verbringt seine Freizeit mit seinem Freund Jared beim Skateboard fahren. Als dieser eines Tages vorschlägt in den berüchtigten „Paranoid Park“ zu fahren, ist er zunächst skeptisch. Doch er lässt sich überreden. Beim Train-Surfen auf einem fahrenden Zug kommt es zu einem tragischen Zwischenfall mit einem Sicherheitsbediensteten, der Alex Leben von Grund auf verändern wird. Der mit einem kleinen Budget gedrehte Film lief auf zahlreichen Filmfestivals rund um die Welt, darunter auch bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes. Dort war er für die Goldene Palme nominiert und kassierte den „Spezialpreis zum 60. Geburtstag“ des Festivals.

Paranoid Park
Paranoid Park

This Ain’t California

Die fiktionale Dokumentation This Ain’t California stammt aus Deutschland. Der Film aus dem Jahr 2012 ist in die Ereignisse rund um den Mauerfall eingebettet. Erzählt wird die Geschichte von drei Jugendlichen aus der DDR. Sie interessieren sich für das Skaten und arbeiten hart daran, sich beständig zu verbessern. Sie schaffen es Teil der internationalen Szene zu werden und bei einem internationalen Wettbewerb in Prag Kontakte in den Westen zu knüpfen. Der Fall der Berliner Mauer macht ihnen einen Strich durch die Rechnung, die Freunde verlieren den Kontakt zueinander. Der humorvolle und zugleich berührende Film wurde von der Kritik sehr gelobt.