Für viele Fans gilt Tony Hawk als der beste Skater aller Zeiten, der berühmteste ist er auf jeden Fall. Bereits im Alter von 14 Jahren wurde er zum Profi, drei Jahre später verdiente er bereits mehr als seine Lehrer. Er schaffte es von einem schäbigen Skatepark in San Diego bis an die Spitze der Sportwelt. Die Skateboard-Ikone hat das Skaten neu erfunden und sich im Laufe der Jahrzehnte ein eigenes Imperium erschaffen. Seine Firmen setzten zeitweise bis zu 300 Millionen Dollar pro Jahr um. So wurde Hawk zu einem der bestverdienenden Sportler aller Zeiten.

In wenigen Jahren zum besten Skater der Welt

Mit nur neun Jahren stand der spätere Superstar zum ersten Mal auf einem Skateboard. Seine Kindheit verbrachte er von da an im Skatepark Oasis in San Diego. Sein Talent wurde sofort sichtbar, mit elf Jahren bestritt er seine ersten Wettbewerbe. Mit zwölf Jahren interessierte sich ein Ausrüster für den aufstrebenden Skater. Wenig später holte ihn einer der berühmten Skate-Boys, die Legende Stacy Peralta in sein Team. Damit war die Eroberung der Welt durch Tony Hawk vorgezeichnet. Da er so dünn ist, setzte er auf Technik und weniger auf Kraft und hatte damit durchschlagenden Erfolg. Hawks Einstieg in die Szene erfolgte zum perfekten Zeitpunkt, auch weil sein Mentor stark auf Marketing setzte und so die Skater-Szene langsam entwickelte. Mitte der 1980er Jahre veränderte sich alles und der neue Superstar hieß Tony Hawk. Im Alter von 17 Jahren verdiente er schon so viel Geld, dass er sich sein erstes Haus kaufen konnte. Den Vertrag musste dazu allerdings noch sein Vater unterzeichnen.

Vom Sportler zum Business-Man

Während die Preisgelder der Wettbewerbe weiter explodierten, trat der Superstar nur noch gegen sich selbst an. Die Konkurrenz war längst chancenlos geworden. Mit 19 Jahren hatte er die Schnauze voll und zog sich erstmals zurück. Nach einer kurzen Pause von einigen Monaten kehrte ein hoch konzentrierter Tony Hawk zurück und zeigte zunehmend mehr Interesse am Business. Er gründete gemeinsam mit dem schwedischen Skater Per Welinder sein eigenes Unternehmen Birdhouse und produzierte Boards, Zubehör und Klamotten. Die ersten Jahre waren schwierig, doch neuerlich kam ihm ein Trend zu Hilfe. Der amerikanische Sportsender ESPN begann Wettbewerbe im TV zu übertragen und entfachte so einen neuen Hype. Hawk stieg zum „Michael Jordan des Skatens“ auf und genoss plötzlich eine weltweite Popularität. Die Sponsoren standen Schlage, sein Unternehmen lief prächtig. Kurz vor der Jahrtausendwende gelang Hawk etwas, was die Skater-Szene bis dahin für unmöglich gehalten hatte.

Vom Sportler zum Business-Man
Vom Sportler zum Business-Man

Bei den X-Games in San Francisco stand Tony Hawk in der Halfpipe einen „900“. Der Sprung mit zweieinhalbfacher Drehung gelang ihm nach elf erfolglosen Versuchen und zahllosen Verletzungen in der Vergangenheit. Die Sensation ging um die Welt, der Superstar hatte sein Ziel erreicht und trat ab diesem Zeitpunkt nie wieder bei einem Wettkampf an. Nach 17 Jahren Arbeit hatte er das Unmögliche erreicht. Bis heute ist es lediglich zwei weiteren Skatern gelungen einen „900“ erfolgreich zu stehen. 1999 erschien das erste Videospiel Tony Hawk Pro Skater, die ihn in weitere Folge zum Millionär machten. Zahlreiche weitere Teile sind bisher erschienen. Inzwischen setzt sich Tony Hawk dafür ein der Gesellschaft etwas von seinem Erfolg zurückzugeben. Er hat eine gemeinnützige Stiftung gegründet, die Skateparks für Kinder aus armen Verhältnissen finanziert.